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19.06.2020 Standpunkte

Kosmetik selber machen - gar nicht so schwer

Normalerweise wäre im August eine Umweltwoche geplant gewesen, zu der wir auch an einem Tag Kinder und Jugendliche zu uns in´s Haus eingeladen hätten. Auf Grund von Corona kann dies jetzt leider so nicht stattfinden. Stattdessen werden nun die geplanten Aktionen auf die nächsten Wochen verteilt angeboten.

Am Mittwoch, den 17. Juni war der erste Umwelttag. Er stand ganz unter dem Motto „Naturkosmetik“. Interessierte Bewohner und Mitarbeitern der e.r.g.o. nahmen sich vor gemeinsam verschiedene Naturkosmetikprodukte herzustellen.

Zur Einführung beschäftigten wir uns zuerst mit ein bisschen Theorie. Eine Mitarbeiterin erklärte uns welche Inhaltsstoffe in Naturkosmetik nichts zu suchen haben. Denn in vielen Cremes und Co sind Mikroplastik enthalten, die dem Körper und der Umwelt nicht guttun. Wer darauf achten möchte, kommt nicht drum herum, die oft lange Liste der Inhaltsstoffe durchzulesen.

Wenn das Produkt Substanzen beinhaltet, die mit „Poly“ beginnen oder mit „Sulfat“ enden, bedeutet das, dass sie Mikroplastikteilchen enthalten. Wer darauf verzichten möchte, sollte diese Artikel meiden. Dies war nur ein Beispiel von vielen Punkten, die wir in der Theorie gelernt haben.

Nun besichtigten wir die schönen, bunten pflanzlichen Zutaten,wie Ringelblumen, Rosenblätter, Lavendel und ein Potpourrie aus verschiedenen Blumen. Das erste, was wir herstellten, war eine Gesichtscreme auf der Basis von Kokosöl. Zusammen mit Kokosmilch und 3,5 prozentiger Kuhmilch wurde sie gekocht. Noch flüssig wurde die Creme in kleine Tiegel gefüllt, die dann durch das Abkühlen die gewünschte Konsistenz erreichte. Ich hätte nicht gedacht, dass man so einfach eine Creme herstellen kann.

Bei der Heilsalbe aus Ringelblumen war das schon eine aufwändigere Geschichte. Damit dies an unserem Aktionstag nicht zuviel Zeit beanspruchen würde, hatte eine Mitarbeiterin schon zuhause Vorbereitungen getroffen. Sie hatte die Blütenblätter zusammen mit Melkfett 2 Stunden kochen und danach abkühlen lassen. Das Ergebnis hatte sie uns an diesem Tag mitgebracht. Jetzt musste der Sud nur noch einmal aufgewärmt und abseiht werden, damit wir eine blütenfreie Salbe erhielten. Beide beschriebene Cremes sind gekühlt 4 bis 6 wochen haltbar.

Zum Schluss widmeten wir uns der Seife. Grundlage dafür war geraspelte Kernseife, die in einem Topf erhitzt wurde. Wir verschönerten die Masse mit verschiedenen bunten Blüten und Blättern. Zum handlichen Gebrauch formten wir die Seife zu Kugeln.

Wer wollte konnte die selbst gefertigten Produkte testen und auch ein Probedöschen mit auf sein Zimmer nehmen.

Nach dieser kreativen Arbeit belohnten wir uns alle mit einem Cocktail.

Wer unsere Ideen nachmachen möchte, kann uns gerne nach unseren Rezepten fragen oder im Internet recherchieren.

Viel Spaß beim Experimentieren, eure Carmen


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