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19.02.2009 radioEdi

Radio Edi ist auf Berlinreise

Am Dienstagmorgen, 10.Februar 2009, hieß es um 6.00 Uhr aufstehen, um eine Stunde später beim Frühstück zu sitzen. Während des Frühstücks wurde unser ganzes Gepäck zusammen getragen und an den Bus gestellt. Es sollte uns an nichts fehlen und so kamen all unsere Dinge mit, die uns wichtig waren, auch meine beiden Rollis, der Elektro- und der Schiebe-Rolli. Unsere beiden Helfer, Sonja und Eberhard Kunze luden unsere persönlichen Dinge ein, nachdem wir unseren Platz im Bus gefunden hatten. Ich saß direkt hinter dem Fahrer, um so problemlos über den Beifahrersitz aussteigen zu können. Um 7.40 Uhr ging die Fahrt los. In Thüringen, als wir die Hälfte der Fahrt hinter uns hatten, wurde eine Toilettenpause eingelegt, gleichzeitig verspeisten wir unsere Lunchpakete, die uns das Haus mitgegeben hatte. Die Autobahnen waren an diesem Morgen gut befahrbar, sodass wir gut voran kamen.

Andrea Frick hatte unser Aufnahmegerät an und nahm während der Fahrt Original-Töne auf, die über unser Internet Radio „Radio Edi“ wiedergegeben werden sollen. Unser Novotel in Berlin – Am Tiergarten – erreichten wir gegen 15.00 Uhr. Nach dem Ausladen und Einchecken nahmen wir unsere Zimmer ein und ich war ein bisschen für mich. Die andere Gruppe aus dem Heilbronner Raum kam auch bald und wir sahen uns zum Abendessen das erste Mal. Ein Ehepaar nahm an unserem Tisch Platz und man kam auch ins Gespräch, sonst saßen wir leider getrennt. Ich denke, wenn wir alle zusammen gesessen hätten, wären viel schneller Kontakte entstanden. Beim Abendessen lernten wir auch die beiden Reiseleiter des Bundespresseamtes kennen und wir bekamen noch einmal unser Programm für den kommenden Tagt gesagt. Nach dem Essen, welches sehr lecker war, ging jeder von uns seine Wege. Aber ein Schlummertrunk an der Bar durfte nicht fehlen.

Am anderen Morgen, 11.02.2009, hatten wir ab 10.00 Uhr unseren ersten Termin. Vorher stärkte sich jeder von uns bei einem ausgiebigen Büfett-Frühstück, bei dem wir uns dank der guten Planung von Sonja und Eberhard, ganz viel Zeit lassen konnten. Dann hieß es, den ersten Tagespunkt anzusteuern und wir rollten wieder in den Bus. Auch unsere Reiseleiterin Frau Pötter stieg dazu. Sie erzählte uns sehr anschaulich über alles Sehenswerte in der Stadt. Wir fuhren an der Siegessäule vorbei zum Ministerium für Verkehr, Bau- und Straßenentwicklung. Hier hatten wir eine Informationsveranstaltung und wurden in den Besucherraum geführt, wo uns zunächst einmal das Ministerium erklärt wurde. Danach gab es eine rege Diskussion, wo es um den Ausbau von Straßen im Heilbronner Raum ging. Wir erfuhren außerdem, dass der Heilbronner Bahnhof behindertengerecht umgebaut werden soll. Unsere Reiseführung war auch zugegen und gemeinsam fuhren wir dann zum Mittagessen an den Gendarmenmarkt. Der Gendarmenmarkt wird oft als schönster Platz Berlins bezeichnet.

Zentrales Gebäude ist das Konzerthaus, das an der Nordseite vom Französischen Dom, auf der Gegenseite vom Deutschen Dom flankiert wird. Nach dem Mittagessen hatten wir noch etwas Zeit, uns auf diesem Platz aufzuhalten, und wir versuchten Interviewpartner für Radio Edi zu finden. Ich hatte das Aufnahmegerät nicht dabei, habe mich aber trotzdem mit einer Frau unterhalten, die mich sah, als ich an einer der beiden Kirchen stand. Sie kam auf mich zu und fragte, ob ich Englisch spreche. Als ich sagte: „…nur ein bisschen…“, ist sie sofort auf die deutsche Sprache umgeschwenkt. Sie erzählte mir, dass sie Engländerin sei, in Mittelengland wohne und in Berlin eine Woche auf Operntour weilte. Ich erzählte ihr dann, weshalb wir in Berlin waren und dann musste ich wieder zum Bus. Inzwischen war auch Manuel dazugekommen und auch er sprach ein paar Worte mit der Engländerin.

Auf der anschließenden Stadtrundfahrt durch Berlin erfuhren wir viel Interessantes und waren ganze drei Stunden unterwegs. Von der Teilung der Stadt hörten wir, sahen uns ein letztes Stück Mauer an und der Checkpoint Charlie war auch „besetzt“: Ebenso ging es am Holocaust-Mahnmal vorbei, am Reichstag, wie an der Museumsinsel. An der Siegessäule fuhren wir praktisch jeden Tag vorbei. Auch kamen wir an den vielen Ministerien vorbei und an den zahlreichen Botschaften. Außerdem durften der Kurfürstendamm mit der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche und der große Boulevard „Unter den Linden“ nicht fehlen. Beeindruckend war außerdem der Potsdamer Platz mit seinen sehr modern gestalteten Glasfassaden. Hier gibt es viele Veranstaltungsplätze, Kinos, Musical-Spielstätten, kleine Geschäfte, Kneipen und Cafés. Für jeden ist etwas dabei. Für den Freitag war noch ein Besuch am Potsdamer Platz geplant. Doch davon später mehr. Nach einem Abendessen ging es zum Hotel zurück.

Am Donnerstag, 12.02.2009, war volles Programm angesagt. Wir fuhren zum Reichstag, ließen uns am Kontrollpunkt durch checken und wurden mit dem Aufzug zur Besucherebene gefahren. Hier mussten wir einen Augenblick warten, bis wir auf der Besuchertribüne Platz nehmen konnten. Wir hörten eine Stunde den Damen und Herren Politikern zu und rollten dann wieder aus dem Saal. Die ganze Gruppe fand sich in einem kleineren Saal wieder, wo wir mit Volker Schütterle, Mitarbeiter von Thomas Strobl, eine Diskussion hatten. Er berichtete über seine Arbeit und die von Thomas Strobl. Als dieser dann kam, wurde von der Heilbronner Gruppe die regionale Verkehrspolitik angesprochen. Wir erfuhren noch einmal, dass der Heilbronner Bahnhof behindertengerecht umgebaut werden soll. Es wurden noch verschiedene andere Themen angesprochen und dann ging es hinauf zum Gruppenfoto mit Herrn Strobl auf die Dachterrasse.

Danach hatte jeder noch Zeit, auf die Kuppel zu rollen. Vorher hätten wir gerne noch ein Interview mit Thomas Strobl geführt, doch wir stellten fest, dass die Zeit sehr knapp war. Ich übergab ihm die Fragen und wir vereinbarten, dass ich die Antworten schriftlich per Email bekommen würde. Schon am Freitag erhielt ich die Mail. Nach einem anschließenden Mittagessen hatten wir um 15.30 Uhr unseren nächsten Termin. Wir fuhren zur Gedenkstätte Berliner Mauer, wo wir die in einem Raum untergebrachte Dauerausstellung besuchen konnten. Wir sahen viele Bilder, Dokumente und sogar kleine Filme zu diesem Thema. Auch einen Turm konnte man besteigen bzw. mit dem Aufzug hinauf fahren, um dieses Stück Zeitgeschichte anzuschauen.

Nach einem weiteren Abendessen ging es zum Bundeskanzleramt, welches wir dann besichtigt haben. Wir wurden wieder einmal an der Kontrolle gebeten, unsere Taschen untersuchen zu lassen und als das passiert war, mussten wir im unteren Eingangsbereich auf die anderen Gruppenmitglieder warten und wir wurden unserer Begleitung vorgestellt, die uns das Bundeskanzleramt zeigen sollte. Während wir warteten – und ich dachte noch so, wenn jetzt Frau Merkel käme... - sah ich sie auch schon auf uns zukommen. Sie war sehr nett und begrüßte uns. Selbstverständlich ließ sie sich noch mit uns fotografieren und wünschte uns dann noch einen schönen Abend. Dann ging sie und die anderen Gruppenmitglieder trafen ein. Wir besichtigten ein begehbares Treppenhaus, welches auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Wir waren an der Stelle, wo die Kanzlerin mit der Presse zusammen kommt und in der Kanzlergalerie. Außerdem besichtigten wir den Konferenzsaal, der bis zu 150 Personen fasst. Danach sind wir noch im Kabinett gewesen, wo die Sitzordnung festgelegt ist. Hier wird regiert und zusammengetragen, was aus den einzelnen Ministerien kommt. Nach gut einer Stunde haben wir das Kanzleramt wieder verlassen und wir fuhren zum Hotel zurück. Der Abend klang gemütlich aus.

Der Freitag, 13.02.2009, begann wieder mit einem guten Frühstück und dann hatten wir noch Zeit für einige Interviews mit Bediensteten und Gästen im Hotel. Ich befragte eine Gruppe; die aus München kam und bei einer Firma arbeitete, die Computersysteme für Sparkassen erstellte. Dabei stelle sich heraus, dass mein Schwager bei derselben Firma tätig ist, allerdings in Hannover.

Danach ging es im Bus noch einmal zum Potsdamer Platz, und wir besuchten das dortige Filmmuseum. Hier hörten wir zunächst einen kleinen Einführungsvortrag und dann konnten wir uns kurz umschauen. Hier war Filmmaterial aus den Anfängen der Filmzeit, angefangen vom Stummfilm, über die Filme mit Charlie Chaplin, Heinz Rühmann und wie die Schauspieler alle hießen, zu sehen. Richtig schöne Ausstellungsstücke gab es von Marlene Dietrich, viele Kleider, die sie getragen hat, sowie Textbücher ihrer Filme. Auch Kameras aus der damaligen Zeit waren ausgestellt. In diesem Museum hätte man gerne noch länger verweilt, doch der nächste und damit auch der letzte Programmpunkt wartete schon.

Wir fuhren zur Landesvertretung Baden Württemberg, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren. Wir bekamen eine kurze Präsentation durch einen Mitarbeiter des Hauses. Die Landesvertretung ist ein architektonisch sehr interessantes und funktionelles Gebäude. In der so genannten Halle, die unterteilbar ist, finden viele kleine und große Veranstaltungen statt. Viele kleine Nebenräume laden auch zum Verweilen ein. Nach dem Mittagessen, welches uns schmeckte, wurde ein Film, in dem die Arbeit der Landesvertretung dokumentiert wurde, gezeigt. Dann wurde vor der Landesvertretung ein Gruppenfoto gemacht.

Nach einer Verabschiedung von den anderen Gruppenmitgliedern wurde die Heimreise angetreten, und wir waren gegen 22.00 Uhr wieder in Krautheim. Auf der Rückfahrt hatten wir Regen, Schnee und viel Verkehr.
Abschließend können wir sagen, dass wir sehr gerne in Berlin gewesen sind.

Andrea Jacob

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4 Kommentare

Manuel Padilla-Sorrg schrieb am 20.02.2009 - 18:39 Uhr

HALLO LEUTE
DIE BERLIN-REISE WAR FÜR MICH BEEINDRUCKEND
ES GRÜßT AUCH AUS DEM EUER MANU


Sebastian Hettenkofer schrieb am 26.02.2009 - 10:08 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu der Reise und großes Lob für den tollen Artikel!


hans-jürgen heckmann schrieb am 17.08.2009 - 14:40 Uhr

Als ich den Artikel las, kam Begeisterung aber auch Wehmut bei mir auf. Begeisterung deshalb, weil ich beim Lesen in Gedanken bei dem so gut und ausführlich Geschriebenen fast real mit dabei war. Wehmut deswegen, weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Einen Trost habe ich: Vor ca. 20 Jahren war eine Gruppe vom EKWZ - unter anderen auch ich - zweimal in Bonn eingeladen. Einmal von der SPD und einmal von den GRÜNEN. Wir hatten fast das gleiche Programm. Damals hatten die Parteien noch genug Geld und verschleuderten es nicht so wie heute. Andrea - ein großes Lob an dich und allen Berlin Besuchern. Der Artikel ist gut und sehr anschaulich.


hans-jürgen schrieb am 23.08.2009 - 13:35 Uhr

GANZ GROSSE KLASSE, ROSY

Als ich den noch ungeschnittenen Teil des Audiobeitrages der Berlinfahrt hörte, dachte ich: "Oh je, die Person, die das Ganze zurecht schneidet, bedaure ich jetzt schon." Als ich später den zurecht geschnitteten Beitrag hörte, war ich angenehm überrascht. "Fast wie ein Profi", dachte ich. Und "Da hat unsere Rosy nicht nur ihr Können investiert sondern auch viel Zeit." Aber es hat sich gelohnt! Mach weiter so, Rosy!


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