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24.03.2016 Standpunkte

Mein Praktikum in der kleinen Zweigstelle der Öffentlichkeitsarbeit

Biggi beim Praktikum in der kleinen Zweigstelle der Öffis

Ich wollte wieder einmal neues Terrain betreten. Obwohl mir die Tätigkeit in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit hier im Eduard Knoll Wohnzentrum nicht ganz fremd ist, wollte ich doch mal wieder in diese Abteilung hineinschnuppern. 2009 absolvierte ich bei J. Maisch schon mal ein Praktikum. Diesmal war´s in der „kleinen Zweigstelle“ bei Andrea Jacob.

Zu Andrea muss man vorausschicken, dass sie als Tetraspastikerin motorisch sehr stark eingeschränkt ist. Zum Beispiel kann sie ihre Hände nicht zum Schreiben auf der Tastatur einsetzen. Zum Bedienen ihres Computers benutzt sie einen Kopfstab. Mit diesem Hilfsmittel erledigt sie ihre alltägliche Bürotätigkeit weitgehend selbstständig.

Die Arbeit mit Andrea J. war für mich eine ganz neue und tolle Erfahrung. Zum einen, weil sie mir ihre Aufgaben sehr gut vermitteln konnte und zum anderen entwickelten wir uns zu einem guten Team, da wir uns sehr gut ergänzten.

Jetzt schildere ich euch einmal, was zu unseren Hauptaufgaben gehörte. Wöchentlich müssen die Speise- und e.r.g.o. Pläne auf unserer Homepage geschrieben werden. Natürlich werden einige zum Aushängen ausgedruckt. Ich hätte nie gedacht, dass man Speisepläne in so vielen verschiedenen Formaten ausdrucken kann.

Damit die Bewohner auch über Veranstaltungen hier in der Gegend informiert werden, gestalten wir auch Plakate. Zum Beispiel schickt uns Sebastian Hettenkofer vom Cafe Piano Cafe Piano jede Woche das aktuellste Programm, was bei ihm so geboten wird, per E-Mail. Daraus gestalteten wir dann ein Plakat in Din A3-Format, welches wir an unsere „blaue Wand“ pinnten.

Ich kam genau zu der Zeit, als die neue Homepage aktiviert wurde.  Aufgrund der anfänglichen „Kinderkrankheiten“ kam es gerade am Anfang zu einigen komischen Situationen, die uns zum Lachen brachten.

Bilder, die vorher in einem Archiv angelegt waren, waren z.B. plötzlich im Nirvana verschwunden. Aber manchmal waren wir auch kurz vor der Verzweiflung. Gewohnte Arbeitsschritte halfen uns nicht mehr weiter, und wir mussten uns auf Neues einstellen.

Was ich auch gut fand war, dass Andrea mich sofort ins kalte Wasser schmiss. Schon am 2. Tag meinte sie: „So Biggi, jetzt bist du dran, ich erkläre dir die Arbeit so, dass du meinen Job alleine erledigen könntest.“

Wenn wir unsere Hauptaufgaben soweit erledigt hatten, trugen wir die fortlaufenden Termine in einen Kalender auf unserer Homepage ein.

Freitags konnte ich mich immer selbstständig beschäftigen, da Andrea an diesem Tag frei hatte. Meist war ich im Büro von Johanna M. und Andrea F. und schrieb mit ihnen an meinem Praktikumsbericht. Oder ich besprach unseren Anrufbeantworter mit dem Speiseplan und den e.r.g.o. Veranstaltungsplan für die folgende Woche. Dieser Service ist für Leute, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, oder bettlägerig sind.

Zum Abschluss möchte ich sagen: “Andrea, die Zeit mit dir war schön und ereignisreich. Du hast mir eine Menge beigebracht, Danke für dein Vertrauen.

Wir waren ein gutes Team und haben zusammen viel gelacht.

Eure Biggi


 


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