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08.04.2016 Freundeskreis

10 Jahre Hundefreunde Assamstadt im Eduard Knoll Wohnzentrum

Aus einem Besuch im Wohnzentrum ist eine liebgewordene Gewohnheit geworden.

Seit 10 Jahren besuchen uns einmal im Monat Mitglieder der Hundefreunde Assamstadt Hundefreunde Assamstadt

Alles hat damit begonnen, dass Erich Horndacher, Vereinsgründer, auf die Idee kam, zusammen mit den Hunden einen Besuch im Wohnzentrum zu machen. Als die Hundefreunde dann zu einem Fest eingeladen wurden, führten die Hunde gleich bei diesem ersten Besuch kleine Kunststücke vor. Hunde und Herrchen fühlten sich auf Anhieb wohl und bei den Bewohnern entstand der Wunsch, diesen Kontakt weiter zu pflegen. So entstand die Verbindung, die bis heute anhält.

Treffpunkt der Hundefreunde im Wohnzentrum ist seither der 1. Mittwoch im Monat. Jeder, der Lust und Zeit hat, kommt dann für ca. eine Stunde vorbei. Zwischendurch gab es aber auch Zeiten, da wurde es mit den Mitgliedern etwas weniger. Da kam dann die Idee auf, den Besuch im Wohnzentrum als Programmpunkt für die Welpenschule mit aufzunehmen. Heidi Beck, selbst Ausbilderin in der Welpengruppe, erklärt:“ In dieser wichtigen Zeit der Prägephase lernen die kleinen Hunde Rollstühle kennen und durch den Kontakt zu den Rollifahrern kommt bei einer Begegnung später auf der Straße die positive Verknüpfung zum Tragen. Die Hunde haben es später als erwachsene Hunde einfacher, für sie ist ein Rollstuhl dann toll.

Heidi Beck, die selbst auch noch Hundezüchterin ist  Shelties vom Ailberg,  erklärt:“ Wenn ich Welpen habe, bringe ich die besonders gerne mit, die Prägung, die sie in dieser frühen Zeit erfahren, verlieren sie nie mehr.“ Wie lässt es sich aber erklären, dass diese regelmäßigen Besuche jetzt schon über so einen langen Zeitraum stattfinden? „ Meine Motivation ist einfach das Strahlen im Gesicht der Leute“, meint Heidi Beck, „wenn ich ihnen die kleinen Hunde auf den Schoß setzte und sie gestreichelt werden können“. Diese Erfahrung macht sie auch in einem Seniorenheim. Auch dort werden die Hunde begeistert begrüßt und selbst Menschen mit einer Demenz reagieren sehr positiv auf die Berührung mit den Hunden, erzählt sie uns.

Heidi Beck und Susanne Ringbauer sind die Ansprechpartner für die Besuche im Wohnzentrum. Susanne Ringbauer kommt mittlerweile nicht mehr auf den Hundeplatz, aber durch die Verbindung zu den Bewohnern lässt sie sich keinen Mittwochstermin entgehen.

Das Eduard Knoll Wohnzentrum wollte sich für dieses langjährige Engagement der Hundefreunde einmal ganz offiziell bedanken.  Am Mittwoch, 6. April trafen sich abends im Foyer des Wohnzentrums Vierbeiner und Zweibeiner mit und ohne Räder.  Nach und nach versammelten sich ca. 20 Hunde der unterschiedlichsten Rassen mit ihren Herrchen und Frauchen und mindestens so viele Rollifahrer. Biggi, eine Bewohnerin, die draußen nicht so auf Hunde zugeht, meint: “Je mehr Gäste kamen, desto größer wurde das Gewusel.“ Einige Hunde flitzten zwischen Rädern und Beinen hin und her. Andere ließen sich dafür geduldig auf den Schoß nehmen und streicheln. Sie stellte aber auch fest: „Es war schön zu sehen, wie aufgeschlossen und lebendig gerade die Rollifahrer durch die Hunde wurden. Körperliche Einschränkungen verlieren an Bedeutung, für die Hunde spielt es keine Rolle, ob man ein Handicap hat oder nicht.“

Alberto, ein Bewohner unterhält sich gern mit anderen Leuten, und findet es toll wie die Besitzer mit den Hunden umgehen und sagt:“ Es ist ein tolles Gefühl, dass ich die Hunde mal streicheln kann“.

Zwischendurch gab es Gelegenheit ein Glas Sekt zu trinken und falls es die Hunde zuließen etwas von den kalten Platten zu ergattern.

Erich Horndacher sorgte für überraschte Gesichter, als er mit seinem Wolperdinger erschien. Er ist aber im Wohnzentrum auch schon einmal mit Mäusen, Kaninchen, Hühnern und sogar mit einem Esel aufgetaucht.

Viel zu schnell verging die Zeit.

Alle Bewohner und Mitarbeiter des Wohnzentrums bedanken sich für die langjährige Treue und freuen sich schon auf ein Wiedersehen.

Hundefreunde Assamstadt Heidi Beck hat auch schon eine Idee für die nächsten Treffen. Sie möchte ein kleines Projekt starten, bei dem die Rollifahrer bei Übungen mit den Hunden mit eingebunden werden können.


Bilder zum Fest


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3 Kommentare

Jutta Zitzwitz schrieb am 12.04.2016 - 17:38 Uhr

danke das ihr wieder da ward.


Amos Ruwwe schrieb am 13.04.2016 - 17:35 Uhr

Wer schon 10 Jahre mit den Hunden nach Krautheim kommt, der verdient ein großes Lob. Einerseits, das überhaupt die Tierfreunde die Freude teilen mit den Bewohnern, anderseits ist es eine lange Zeit, 10 Jahre Engagement, da zeigt sich die Ausdauer. Schön das es sowas gibt. Amos


Heidi Beck schrieb am 15.04.2016 - 13:34 Uhr

Wir kommen gerne nochmal 10 Jahre. Wenn wir gehen freuen wir uns schon aufs nächste mal. Es ist einfach schön die Freude bei den Bewohnern zu sehen, wenn wir kommen. Johanna den Artikel hast du schön geschrieben.


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