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09.11.2019 Standpunkte

Umweltgruppe – wie alles begann

Seit Juni 2019 haben wir im Eduard Knoll Wohnzentrum eine Umweltgruppe. Die Idee ist entstanden, als ich eine Reportage im Fernsehen über Vermeidung von Plastik gesehen habe. Sofort fiel mir der hohe Verbrauch der Trinkhalme in unserem Haus ein.

Das Thema Müll bzw. Plastik beschäftigt mich schon einige Zeit, da ich immer wieder über die Berichte schockiert bin, wie die Tiere in den Weltmeeren aufgrund unseres Plastikmülls qualvoll verenden und wir durch den Müll unsere Umwelt zerstören. Deswegen habe ich mir die Frage gestellt, was ich selber dazu beitragen könnte und habe mich entschlossen, so gut es geht Plastik in meinem Leben einzusparen. Angefangen habe ich mit dem Verzicht auf Frischhaltefolie, indem ich mein Essen nur noch in Kunststoffbehälter bzw. Glasschälchen mit Deckel aufbewahrt habe. Dazu kam noch, dass mir im Sommer 2018 eine Mitarbeiterin des Hauses erzählte, dass sie sich Edelstahlröhrchen besorgt hatte und fragte, ob ich nicht eines zum Probieren haben möchte. Seitdem benutze ich keine Trinkhalme aus Plastik mehr, sondern nur noch Halme aus Edelstahl.

Angeregt durch die Reportage über Plastikvermeidung rechnete ich mir grob aus, wieviel Röhrchen aus Plastik ich in dem halben Jahr eingespart hatte und kam auf das erstaunliche Ergebnis von ca. 1.000 Stück. Wenn allein ich schon in einem halben Jahr 1.000 Röhrchen einspare, wieviele mögen das dann auf unser Haus hochgerechnet sein, fragte ich mich. Um es euch besser vor Augen führen zu können, nenne ich euch hier ein Beispiel. Nehmen wir an, 50 unserer Bewohner würden täglich 4 Halme benutzen, dann kommen wir auf die gigantische Summe von 73.000 Stück im Jahr.

Diese unglaubliche, hohe Zahl hatte mich sehr schockiert, aber gleichzeitig auch motiviert, zu versuchen, in unserem Haus etwas zu verändern.

Sofort ging ich am nächsten Tag in die Öffentlichkeitsarbeit und erzählte euphorisch von meinen Plänen. Die Mitarbeiterin war ebenfalls sehr begeistert und im weiteren Gespräch kamen wir auf die Idee, ob es nicht sinnwoll wäre, hier im Haus eine Umweltgruppe zu gründen.

Gemeinsam gingen wir in die Tagesstrukturierung, berichteten von unserer Vorstellung und ich freute mich riesig, dass uns die Mitarbeiter begeistert zuhörten. Das Schöne war, dass sie noch am selben Tag ihre Teamsitzung hatten, und ich somit schon am Nachmittag erfuhr, dass das Projekt durch die Unterstützung zweier Mitarbeiter starten kann.

Währenddessen machte ich mich schon auf die Suche, Mitstreiter unter den Bewohnern zu finden. Gleich fielen mir Anita und Andrea J. ein, da ich wusste, dass sie auch schon Alternativröhrchen benutzten. Ich habe mich riesig gefreut, sie gleich mit in´s Boot holen zu können. Schon hatte sich der harte Kern der Umweltgruppe gefunden. Seitdem treffen wir uns alle zwei Wochen dienstags um uns auszutauschen.

In unseren ersten Sitzungen erörterten wir, was wir hier im Haus gerne verändern möchten und sammelten einige gute Punkte.

So, jetzt habe ich euch hoffentlich ein bisschen neugierig gemacht. Wie es bei uns weitergeht, könnt ihr in der nächsten Zeit hier auf der Homepge verfolgen.

Ich kann euch heute schon verraten, dass unsere Gruppe großen Nachwuchs bekommen hat, mit dem schon viele weitere gute Ideen entstanden sind.

Lasst euch überraschen :) !

Eure Carmen


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4 Kommentare

Carmen schrieb am 31.10.2019 - 19:03 Uhr

Hallo liebe Leser, vielleicht mag der ein oder andere von euch ein paar Sätzle zu meinem Text schreiben. Würde mich riesig über euer Feedback freuen !


Wolfgang Kissinger schrieb am 01.11.2019 - 09:46 Uhr

Im Kleinen anfangen. Es kommt mit der Zeit immer mehr dazu. Es ist wichtig dass wir etwas machen und nicht nur darüber reden. Weiterhin viel Erfolg bei der Aktion


Amos schrieb am 04.11.2019 - 14:34 Uhr

https://www.welt.de/newsticker/news1/article200224384/Umwelt-Umweltpreis-geht-an-Bodenwissenschaftlerin-und-Chef-der-Frosch-Reinigungsmittel.html Guten Tag an die Umweltgruppe, das ist eine gute Idee, in einer Einrichtung wie das EKWZ, ein Umweltgruppe zu gründen. Einer alleine, das ist auch gut, mehr und sogar in einer Einrichtung, da kann gleich viel mehr angepackt werden. Der Link oben funktioniert nicht, der Umweltpreis wurde dem Hersteller der Firma Frosch, Reinigungsmittel, übergeben. Der Firmenbesitzer hat ein weltweites einzigartiges System entwickelt, das Plastik besser re­cy­c­len lässt und wieder neue Produkte hergestellt werden, zum Beispiel die Verpackung der FROSCH-LINIE. In der heutigen Fränkischen Nachricht, 04.11.2019, ist ein großer Artikel über Trink-Glasröhrchen, die Strohtrinkhalme, Plastiktrinkhalme ablösen können. Die Firma TFA in Reicholzheim, dort ist der Chef Herr Axel Dostmann auf die Idee gekommen Röhrchen aus Glas herzustellen. Gleich hat er auch einen Preis bekommen, den Sustainable Product Preis, für ökologische Produkte und Ideen. Im EKWZ mal die Putzmittel anschauen, vielleicht grundsätzlich auf FROSCH Produkte umstellen, da wird sicher viel Umwelt, in dem Fall, viel Plastik vermieden. Trinkhalme aus Plastik sind demnächst verboten, Glasröhrchen, wiederverwertbar, auch mit eignem Namen ist alles möglich, ist die Zukunft im EKWZ. Ihr seid jedenfalls auf dem richtigen Weg. Gerne lese ich den nächsten Erfolg von Euch hier.


Tonja Sievert schrieb am 16.11.2019 - 15:06 Uhr

Gut was Du da schreibst. Über den ECHT ZU HOHEN Strohhalm verbrauch


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