Wie in der vergangenen Saison bekommen wir auch dieses Jahr zu jeder Veranstaltung der Akademie Würth wieder Freikarten für vier Rollstuhlfahrer und zwei Begleitpersonen.
Schon eine alte volksweise Überlieferung weiß: Vor Gericht und auf See ist der Mensch in Gottes Hand! Es widmet sich die MusikWerkstatt Würth am 10. November Weltmeeren und Häfen, Stürmen und Flauten, Piratenunwesen und Hanseredlichkeit, Enterhaken und Breitseiten, Schonern und Vollschiffen, Nussschalen und Containerriesen, Vollmatrosen und Meerjungfrauen, Sehnsucht nach der Ferne und Heimweh nach der Liebsten, Skorbut und Pökelfleisch, Seemannsgarn und Schifferklavier, Aufbruchsstimmung und Abschiedsschmerz.
Fest steht, Betrachtungen über Meer und hohe See bewegen sich zwischen tiefgründigen Ausführungen, wie jenen von Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832): „Alles ist aus dem Wasser entsprungen, alles wird durch Wasser erhalten. Ozean, gönn' uns Dein ewiges Walten“. Sie können aber auch als eher lapidar im Volksmund bezeichnet werden: „Es ist nicht immer Wind, wenn der Strandkorb wackelt.“
In diesem Sinne mutiert die MusikWerkstatt Würth je nach Bedarf und Gefühlslage zu einem literarischen Exkurs hart am Wind oder zu einem maritimen Frühschoppen mit Chorliedern, Shantys, Schlagern, deftigem Humor und Geselligkeit zu Akkordeon-Klängen, mit zeitlosen Liedern von Charles Trenet, Milva, Lale Andersen und Hans Albers, gemäß einer Erkenntnis von Elisabeth Mann Borgese: „Das Meer ist der Spiegel unserer Seele.“
Damit wir ohne Stress in den nach Gaisbach fahren und unsere Plätze einnehmen können, fahren wir bereits um 09:45 Uhr los.