Ein originelles und auch dringend nötiges Plädoyer für einen anderen und wirklich lustigen Humor – mit erstaunlich kritischen Konsequenzen. Dietrich „Piano“ Paul lebt ihn: Den Humor, der ohne politische Besserwisserei und Kindergeburtstagsgekasper auskommt. Man vergleiche dazu nur den heftigen, auch von der Presse lustvoll angeheizten Kabarett-versus-Comedy-Disput zum Stichwort „Scheibenwischer“-Nachfolge. Dietrich Paul orientiert sich letztlich an einer spielerischen Leichtigkeit, verblüffenden Eleganz und intellektuellen Brillanz.
Paul wäre nicht Paul, wenn er nicht Parallelen des wirklichen Humors zu den Kompositionen polyphoner Musik und zu brillanten mathematischen Beweisen fände. Keine Angst: Seine Ausflüge in die Wissenschaft tragen zur Erheiterung bei. Das alles, wie immer amüsant und eloquent, mit Witz und Charme, mit vielen vergnüglichen und musikalischen Beispielen am Flügel und (was sein muss, muss sein) am herrlich altertümlichen Overhead-Projektor dargeboten.
Auch diesmal wieder eines der Kabarettprogramme, über die ein gescheiter Kritiker einmal formulierte: „Beim Piano-Paul amüsiert man sich auf Niveau“. Viel Vergnügen!
Wie in den vergagenen Sessions haben wir auch dieses Jahr zu jeder Veranstaltung wieder 4 Rollstuhlkarten und 2 Karten für Begleitpersonen von der Akademie Würth bekommen.
Da wir nach Künzelsau fahren, vorher in den Bus einsteigen, die Rollstühle anschnallen und in Künzelsau unsere Plätze suchen müssen, fahren wir um 18:30 los.