Freundschaft. Jeder sehnt sich danach. Doch wer hat für so was noch Zeit? Die Freundschaftspflege übernehmen SMS-Kürzel wie „Hab grad a. d. ged. glG DS!“. Die Terminplanung für ein Treffen wird an die Frauen delegiert. Weil die nicht miteinander können, passiert gar nix. Was bleibt, ist ein ständig schlechtes Gewissen, nichts und niemandem gerecht zu werden.
„Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist“. Aber wer will das schon wissen? Längst haben sich eh Selbstdarsteller und Nicht-Zuhörer ins eigene Leben geschlichen, Freunde, die mal Freunde waren, sich jedoch inzwischen total verändert haben. Oder ist man selbst nicht mehr der, der man war?
Ab 40 wird man in Sachen Freundschaft speziell. Für Neues besteht keine Chance mehr. Man lässt immer weniger an sich ran, ist vorsichtig und flüchtet sich in Rituale – die funktionieren wenigstens. Dabei kann Freundschaft durchaus was herrliches sein. Wenn die jeweiligen Lebenspartner nicht wären. Und die dazu gehörigen Kinder, mit denen man sich im Playmobil-Land wahlweise dem Suizid oder Amoklauf nähert.
Und wenn sich dann an einem runden Geburtstag alle vereinen, offenbart sich das Chaos in seiner ganzen Pracht.
Wie in den vergagenen Sessions haben wir auch dieses Jahr zu jeder Veranstaltung wieder 4 Rollstuhlkarten und 2 Karten für Begleitpersonen von der Akademie Würth bekommen.
Da wir nach Künzelsau fahren, vorher in den Bus einsteigen, die Rollstühle anschnallen und in Künzelsau unsere Plätze suchen müssen, fahren wir um 18:30 los.